MieterMagazin

 Dezember 2003

Kurzüberblick

Titel

Betriebskostenabrechnung:
Die 10 häufigsten Fehler und wie Sie bares Geld sparen können!

Das Jahresende ist für viele Mieter nicht nur die Zeit der Besinnung. In diesen Tagen erhalten etliche ihre Betriebskostenabrechnung und nicht selten gibt es lange Gesichter, weil wieder einmal etwas nachzuzahlen ist. Doch wer das komplizierte Zahlenwerk verärgert zur Seite legt, statt es Schritt für Schritt zu überprüfen, verschenkt bares Geld. Das MieterMagazin sagt Ihnen, wie Sie die häufigsten Fehler bei der Abrechnung entdecken.   weiter

Hintergrund

Wohnungsämter: Das Ende staatlicher Aufsicht?
Die Wohnungsämter in Berlin stehen unter Beschuss. Vermieterverbände, die Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Wohnungswirtschaft fordern ihre völlige Abschaffung: Die meisten Aufgaben der Wohnungsämter seien überflüssig, der letzte unumgängliche Rest könne in andere Zuständigkeiten verlagert werden. Argumentiert wird mit einer entspannten Wohnungsmarktsituation und enormen Einsparmöglichkeiten. Die Stoßrichtung unter dem Deckmäntelchen einer desolaten Kassenlage der Hauptstadt aber ist eindeutig: Ist erst einmal der Stein ins Rollen gekommen, wird die Wohnungswirtschaft zukünftig sämtliche staatlichen Einflussmöglichkeiten auf "Wohnraum" an sich in Frage stellen.   weiter

Ausland

Italien: Mailands ganzer Stolz
Wenn sich eine Metropole wie Mailand 750000 Quadratmeter Gelände "zurückerobern" kann, dann ist das schon einige Superlative wert. In der Tat: Beim "Progetto Bicocca" wird von der größten Urbanisierungsmaßnahme Italiens gesprochen. Das ehemalige Firmengelände des Reifenherstellers Pirelli ist im Norden der Millionenstadt angesiedelt und in den zurückliegenden 25 Jahren "rekultiviert" worden. 1986 war der erste Spatenstich, jetzt im Jahre 2003 steht es nahezu vor seiner Vollendung.   weiter

Verbraucher

Hausnotruf: Hilfe auf Knopfdruck
Im Alter so lange wie möglich zu Hause leben - dieser Trend setzt sich zunehmend durch. Doch mitunter lässt sich dieser Wunsch für Mieter nur mit Mühsal durchhalten, zumal dann, wenn sie krank sind, behindert oder gebrechlich. Die Angst davor, plötzlich zu stolpern, umzuknicken oder sonstwie hilflos darnieder zu liegen, lebt in den eigenen vier Wänden immer mit. Mögliche Lösung: professionelle Hausnotrufdienste.   weiter

Emnid-Umfrage: Heizkosten werden unterschätzt
Man könnte meinen, die Deutschen sollten eigentlich wissen, wie man am besten Energie sparen kann - immerhin wird darüber recht häufig berichtet. Diese Annahme trügt jedoch, wie eine Umfrage des Forschungsinstituts Emnid ergab.   weiter

Wohnungsbeleuchtung: Sich wohl fühlen - und sparen
Wer sich jetzt oftmals schlapp und müde fühlt, ist nicht zwangsläufig krank. Denn die dunkle Jahreszeit bewirkt naturgemäß bei vielen Menschen Antriebsarmut, ruft schlimmstenfalls sogar Depressionen hervor. Der Grund: Mangel an Licht - zumal bei mancherorts schon baubedingt finsteren Wohnungen in Hinterhöfen und Häuserschluchten. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Wohlbefinden oft steigern.   weiter

aktuell

Sozialläden: "... eine klasse Idee"
Der erste Nahrungsmittel-"Sozialladen" öffnete vor fünf Jahren seine Tür. Das bis dahin in der Hauptstadt unbekannte Konzept: Leute mit wenig Geld sollten Lebensmittel stark verbilligt einkaufen können. Die Idee hat eine Versorgungslücke aufgespürt, inzwischen gibt es fünf weitere Filialen mit dieser sozialen Einkaufsidee - ein Erfolg, der inzwischen vielen Berlinern mit schmalem Geldbeutel zu Gute kommt.   weiter

Leute, Interessantes und Vermischtes über Leute in unserer Stadt   weiter

BBU-Marktmonitor 2003: Weniger Bewohner - mehr Haushalte
Die Mieten für große und besser ausgestattete Wohnungen in begehrten Wohnlagen werden in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen. Hauptverantwortlich für diesen Trend ist in erster Linie die Nachfrage von Zuzüglern, welche vorrangig Wohnungen in attraktiven Stadtteilen mit einer zeitgemäßen Ausstattung suchen. Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse des so genannten Marktmonitors 2003, den der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) kürzlich veröffentlicht hat.   weiter

Sauberkeitsinitiative im Monbijoupark in Mitte: Projekt mit langem Atem
Im Bezirk Mitte läuft seit August 2003 ein Projekt zur Reduzierung von Hundekot. Im Monbijoupark wurden Behälter angebracht, aus denen kostenlos Tüten für das Aufsammeln der Hundehaufen entnommen werden können. Die ersten Erfahrungen mit der Sauberkeitsoffensive sind für Berliner Verhältnisse vielversprechend: Die Tretminendichte im Park ist rückläufig, die meisten Hundehalter begrüßen das Angebot, die anderen Besucher schöpfen Hoffnung.   weiter

Berliner Notizen, Kurzmeldungen   weiter

Eine Idee im Großversuch: Altmöbel aufmöbeln
Wer hat auf meinem Stühlchen gesessen? Die meisten wollen sich diese Frage lieber nicht stellen und kaufen neue Möbel - die am Ende auf dem Müllberg landen. Dass es auch anders geht, hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) bereits mit dem "GebrauchtwarenHaus" an der Holzmarktstraße in Mitte gezeigt. Dort werden alte Möbel, die früher im Sperrmüll gelandet wären, weiterverkauft. Als die BSR damit vor sechs Jahren begann, war das eine bundesweite Premiere. Das Institut für Umweltforschung der Universität Dortmund (INFU) hat diese Idee nun weiterentwickelt.   weiter

Milieuschutz für die Oranienburger Vorstadt: Besser spät als nie
Im Juli beschloss das Bezirksamt Mitte, die Oranienburger Vorstadt im Norden von (Alt-)Mitte unter Milieuschutz zu stellen. Es ist damit das zweite Gebiet im Altbezirk, in dem die Bewohner vor übermäßigen Mietsteigerungen und Verdrängung geschützt werden sollen. Diese Prozesse sind hier allerdings in den vergangenen Jahren schon weit fortgeschritten.   weiter

Das aktuelle Interview mit Prof. Peter Derleder: "Vertragsfreiheit contra Minderheitenschutz"
Die Bundesregierung hat den Diskussionsentwurf für ein Antidiskriminierungsgesetz veröffentlicht, mit dem auch eine EU-Norm erfüllt werden soll. Der Entwurf wird unter anderem von Vertretern der Wohnungswirtschaft kritisiert. Peter Derleder, Professor für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht, Wirtschafts- und Arbeitsrecht an der Universität Bremen, erläutert, warum ein solches Gesetz notwendig ist.   weiter

Emnid-Umfrage zu Ärger mit dem Vermieter: Aussagekraft gering
Bundesweit hatten 15 Prozent der Mieter bereits einmal Ärger mit ihrem Vermieter. Dabei lag die Quote im Westen der Republik mit 17 Prozent höher als im Osten mit 9 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Emnid-Institut im vergangenen Sommer durchgeführt hat. Auftraggeber der Erhebung war die Fernseh- und Freizeitillustrierte "Auf einen Blick".   weiter

Alliiertenwohnungen: Spekulation mit Steuergeldern
Die sieben noch verbliebenen Berliner kommunalen Wohnungsbaugesellschaften sind hoch verschuldet und defizitär. Allein die DEGEWO hat aktuell etwa 2,1 Milliarden Euro Schulden. Trotzdem wurden die Gehälter der Manager in den vergangenen drei Jahren um bis zu 60 Prozent erhöht. Und trotzdem kauft die DEGEWO über ihre Tochtergesellschaft GEWOBE weiterhin Bestände auf - zu Spekulationszwecken.   weiter

BND in die Chausseestraße? Schlechter Dienst
Der Bundesnachrichtendienst (BND) soll auf das Grundstück des ehemaligen "Stadions der Weltjugend" an der Chausseestraße in Mitte ziehen. Das hat Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) gegen den Willen des Bezirksbürgermeisters Joachim Zeller (CDU) aus dem Bezirk Mitte und einer Reihe anderer Kritiker beschlossen. Die befürchten die Errichtung eines Hochsicherheitstraktes mitten im Wohngebiet. Die Pläne für ein autofreies Wohnviertel auf dem Areal stehen vor dem Aus.   weiter

Der Web-Tipp: Der Blick hinter die Wohnungstür
Einen Blick in Berliner Wohnungen bietet das interaktive Medienprojekt "Berlin Privat". Der Neuköllner Musiker Alex, der Filmvorführer aus Spanien oder die Fremdsprachensekretärin Martina, die mit ihrem sudanesischen Mann in Berlin lebt, gehören zu den zahlreichen Berlinern, die ihre Wohnung auf 25 Fotos festgehalten haben. Die Fotos, die Räume, Gegenstände und Aussichten, aber keine Menschen zeigen dürfen, sind in der Internetgalerie von "Berlin Privat" ausgestellt.   weiter

Mikrozensus 2002: Wie wohnt der Hauptstädter?
Die statistische Umfrage unter den Berliner Haushalten im April 2002 gibt Einblick in die aktuelle Wohnsituation der Stadt. Wie teuer, auf welcher Fläche, wie lange wohnt man unter anderem also - im Durchschnitt und im Speziellen - in Deutschlands größter Mieterstadt?   weiter

Ausländer: Zweifach ausgegrenzt im Alter?
Eine halbe Million der rund sieben Millionen in Deutschland lebenden Ausländer sind heute bereits älter als 50 Jahre, für das Jahr 2010 wird eine Zunahme auf 1,5 Millionen erwartet. Bisher werden die Probleme dieser Altersgruppe mehr verwaltet als gestaltet, eine spezielle Seniorenbetreuung für Bürger ausländischer Herkunft gibt es auch in Berlin kaum.   weiter

Der Buch-Tipp: Neukölln neu betrachtet
Neukölln ist vielleicht berüchtigt, aber nicht berühmt für seine Architektur. Zu Unrecht, wie der "Architekturführer Berlin-Neukölln" belegt. Vom 300 Jahre alten Britzer Schloss über die Hufeisensiedlung bis zu aktuellen Projekten wie dem Forum Neukölln stellen die Autorinnen Christiane Borgelt und Regina Jost insgesamt 80 Gebäude vor.   weiter

Mieterhöhungen in Sozialwohnungen: Das Quietschen wird zum Dauerton
Weitere Sparmaßnahmen des Senats bringen für 2004 und 2005 zusätzliche Mieterhöhungen für Sozialwohnungen. Dies hat der Senat auf Vorlage von Stadtentwicklungssenator Strieder entschieden. Mieter müssen jeweils zum 1. April 2004 und 2005 statt der bisher üblichen 0,13 Euro nunmehr 0,30 Euro pro Quadratmeter mehr zahlen. "Der rot/rote Senat hält an seiner Umverteilungspolitik zu Lasten der einkommensschwächeren Haushalte fest", heißt es dazu beim Berliner Mieterverein (BMV). "Das Quietschen wird zum Dauerton", kommentierte der Hauptgeschäftsführer des BMV, Hartmann Vetter, in Anspielung auf ein Zitat des Regierenden Bürgermeisters Wowereit. Der hatte zu Beginn seiner Amtszeit prophezeit, Berlin müsse sparen, bis es quietscht.   weiter

"Ovus-Tower" in Hohenschönhausen: Kalte Entmietung durch klamme Eigentümer
Mit der Angst vor kalten Füßen werden die Mieter des Hochhauses Altenhofer Straße 30 mürbe gemacht: Der Eigentümer "Martens & Douglas GbR" leitet die Heizkostenzahlungen der Mieter nicht an die Bewag weiter. Die Fernwärme ist den Mietern bisher nur deshalb noch nicht abgedreht worden, weil der Bezirk Lichtenberg eingesprungen ist. Dies ist der Höhepunkt einer systematischen Mieterverunsicherung, vor der schon die meisten Bewohner geflohen sind: Von 136 Wohnungen sind nur noch elf bewohnt.   weiter

Recht

Mieter fragen - MieterMagazin antwortet   weiter

Genossenschaftsmitglieder: Überbordende Kritik führt zu Wohnungsverlust
Wird ein Mitglied einer Wohnungsgenossenschaft, das von der Genossenschaft eine Wohnung gemietet hat, wegen genossenschaftswidrigen Verhaltens aus der Genossenschaft ausgeschlossen und wird die von ihm genutzte Wohnung für ein anderes Mitglied benötigt, so hat die Genossenschaft ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses (BGH vom 10. September 2003 - VIII ZR 22/03 -).   weiter

Justitia aktuell
Urteile kurz dargestellt und kommentiert   weiter

Mietrechtliche Mitteilungen
Gerichtliche Entscheidungen im Wortlaut   weiter

intern

Die Seite 3: Berliner Lichtblicke   weiter

Impressum   weiter

Leserbriefe   weiter

Bezirksmitgliederversammlungen 2004   weiter

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