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Sicher und komfortabel mit dem Fahrrad in Berlin ans Ziel zu kommen, dazu will der vollständig überarbeitete Fahrradstadtplan des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) beitragen. Gemeinsam mit dem Senator für Stadtentwicklung, Peter Strieder (SPD), wurde der Plan jüngst der Öffentlichkeit vorgestellt.
Mit dem Plan legt der Fahrradclub ein Bewertungssystem für Fahrradrouten vor. Die schönsten Strecken sind Straßen, die nur von wenigen Autos befahren werden, überschaubar sind, einen ebenen und asphaltierten Fahrbahnbelag haben und an deren Rändern Bäume den Weg säumen. Ausgewählte Straßen sind in drei Brauchbarkeits-Abstufungen, je nach Verkehrsaufkommen, Straßenbreite, Belag und Sicherheit dargestellt. Aber auch Fahrradwege, Busspuren und Fahrradspuren wurden auf ihre Nutzungstauglichkeit hin geprüft und entsprechend mit den obigen Bewertungen dargestellt. Zudem enthält der Plan Vorschläge für besondere Velo-Routen zum Beispiel vom Zentrum an den Stadtrand. Senator Strieder betonte anlässlich der Herausgabe des Fahrradstadtplanes, wie wichtig dem Senat die Förderung des Radverkehrs sei. Doch weit her ist es mit dem Bekenntnis nicht. So wird behauptet, Fahrräder bräuchten keine Parkplätze. Wer derartiges behauptet, hat sich noch nie in einer Einkaufsstraße um einen Abstellplatz für den Drahtesel bemühen müssen. Viele übergeordnete Straßen verfügen weder über Fahrradspuren noch über hinreichende Fahrradwege. Wer zum Beispiel die Steglitzer Magistralen Schlossstraße und Schildhornstraße benutzt, spielt tagtäglich mit seinem Leben. Die Förderung des Radverkehrs bleibt daher immer noch ein Lippenbekenntnis.
rw
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