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Die durchschnittliche Wohnfläche, über die jeder Bundesbürger verfügt, ist auch im Jahr 2002 weiter gestiegen. Nach Berechnungen des Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen e.V. (ifs) hat sie gegenüber 2001 um 0,4 Quadratmeter von 39,8 auf 40,2 Quadratmeter zugenommen und damit einen neuen Höchststand erreicht. Zwischen Ost- und Westdeutschland hat sich die Annäherung in der Wohnungsversorgung weiter fortgesetzt. Zwischen den Bundesländern gibt es dennoch deutliche Unterschiede. Berlin liegt mit einem Durchschnitt von 38,5 Quadratmetern pro Einwohner im Mittelfeld.
Im Jahr 1989, noch vor der Wiedervereinigung, standen westdeutschen Bundesbürgern mit 36,7 Quadratmetern durchschnittlich 9,3 Quadratmeter mehr Wohnfläche pro Einwohner zur Verfügung als ostdeutschen Bürgern mit 27,4 Quadratmetern. Dieser Unterschied hat sich bis zum Jahr 2002 - 40,7 Quadratmeter in Westdeutschland und 37,2 Quadratmeter in Ostdeutschland - auf nur noch 3,5 Quadratmeter reduziert. "Für diese Entwicklung gibt es vor allem zwei Ursachen", sagt Stefan Jokl, Leiter des Städtebauinstituts. "Zum einen ist die Gesamtwohnfläche - trotz des Rückgangs der Neubauzahlen seit 1996 - weiter gestiegen. Zum anderen hat die Bevölkerungszahl in Deutschland in den letzten vier Jahren im Vergleich zu den Jahren davor nur noch sehr langsam zugenommen." Beide Effekte hätten bewirkt, dass die Wohnfläche pro Einwohner automatisch angestiegen sei. Außerdem nehme die durchschnittliche Haushaltsgröße weiter ab, daher werde automatisch mehr Pro-Kopf-Wohnfläche nachgefragt. Der Anstieg der Pro-Kopf-Wohnfläche ist laut ifs in Westdeutschland 2002 im Vergleich zu 2001 mit einem Zuwachs von 0,2 Quadratmetern von 40,5 auf 40,7 Quadratmeter erneut geringer gewesen als in Ostdeutschland. In den ostdeutschen Bundesländern habe die durchschnittliche Wohnfläche um 0,5 Quadratmeter und damit mehr als doppelt so stark von 36,7 auf 37,2 Quadratmeter zugenommen. Das Städtebauinstitut hebt hervor, seit 1989 sei damit die Wohnfläche in Ostdeutschland um fast 10 Quadratmeter (9,8 Quadratmeter = 35,8 Prozent) gestiegen. In Westdeutschland habe der Zuwachs dagegen "nur" 4,0 Quadratmeter (=10,9 Prozent) betragen. Im innerdeutschen Vergleich, so das ifs, gebe es zwischen den einzelnen Bundesländern erhebliche Unterschiede: An der Spitze der durchschnittlichen Wohnfläche pro Bundesbürger stehe unverändert das Saarland mit 45,4 Quadratmetern, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 44,3 und Niedersachsen mit 42,9 Quadratmetern. Am Ende dieser Skala rangierten - trotz deutlicher Verbesserungen in den letzten Jahren - vor allem die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern mit 35,7, Brandenburg und Thüringen mit jeweils 37,0 Quadratmetern.
Lars Klaaßen
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