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Die erste Kündigungswelle der Versorgungsverträge wurde bereits Ende Dezember wirksam, weitere sollen schubweise "im Monatsabstand" folgen, heißt es bei dem Stromanbieter Best Energy. Denn mit dem Jahreswechsel ging der Betrieb in Liquidation. Eine Versorgungslücke für Verbraucher entsteht aber nicht.
Nach Yello war Best Energy inzwischen die Nummer zwei der neuen Stromanbieter, die sich Ende der 90er Jahre im Zuge der Liberalisierung des Strommarktes formierten, um Stromkunden mit Billigangeboten zu gewinnen. Yello geht es Presseberichten zufolge zwar wirtschaftlich nicht sonderlich gut, mit der Best Energy GmbH ging es hingegen steil bergab: Dem Vernehmen nach fuhr sie im letzten Jahr erneut Millionenverluste ein - trotz der bundesweit 230000 Kunden, die man nach eigenen Angaben zuletzt belieferte. Doch selbst die Bewag AG, 1999 Mitgründerin und seit 2002 alleinige Besitzerin von Best Energy, mochte dem Treiben nicht länger zuschauen, zumal das Unternehmen nunmehr als Teil des Konzerns Vattenfall Europe von Schweden aus gelenkt wird: "Die Best Energy GmbH i.L. wird ihren Geschäftsbetrieb im Laufe des Jahres 2004 einstellen. Es wurde von unserem Gesellschafter beschlossen, das Unternehmen in einem geordneten Marktrückzug aufzulösen", heißt es bei der Firma. Zu der Entscheidung, Best Energy zu liquidieren, habe "die unbefriedigende Marktentwicklung der letzten Jahre beigetragen". Nachdem die Stromkosten zu Beginn der Marktliberalisierung gesunken seien, "verzeichnen wir heute wieder stetig steigende Kosten". Die Wechselbereitschaft der Verbraucher sei "gering und reichte nicht aus, um das Unternehmen profitabel zu machen". Gleichwohl sitzen die bisherigen Stromkunden nicht plötzlich im Dunkeln, streng genommen brauchen sie sich sogar um gar nichts zu kümmern: Von Gesetzes wegen übernimmt im Falle der Pleite eines Stromversorgers automatisch jener Versorger die weitere Belieferung, der für das Netzgebiet zuständig ist (siehe MieterMagazin 3/03, Seite 6: "Stromversorger pleite"). Wer also in Berlin keinen neuen Stromvertrag mit einem anderen Anbieter abschließt, landet wieder bei der Bewag. Nur der Preis dürfte beim Pflichtversorgungstarif etwas höher liegen - bis ein neuer, günstiger Stromversorger oder ein anderer Tarif ausgewählt wird.
alo
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