MieterMagazin

 November 2002 - aktuell

Neue Senatskommission:

Die BSR wird jetzt kontrolliert

Mit der Selbstkontrolle der BSR offensichtlich nicht zufrieden, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung eine weitere Kontrollinstanz ins Leben gerufen, um die Arbeit der BSR "unter die Lupe" zu nehmen. Diese Kontrollkommission soll einmal monatlich Begehungen und Bewertungsfahrten durchführen. "Ziel der Kontrollkommission ist es, durch ein Qualitätsmanagement bei der BSR für eine größere Sauberkeit in der Stadt zu sorgen und diesen Zustand dauerhaft zu gewährleisten", sagt Peter Krüger-Pammin, Leiter der "Projektgruppe Saubere Stadt" bei der Senatsverwaltung.

Begutachtet werden sollen "die Reinigungsmaßnahmen und -leistungen der BSR auf Gehwegen und Straßen, die Säuberung der Grünstreifen und der Baumscheiben sowie die Beschaffenheit der Papierkörbe". Die Routen werden jeweils nach den Beschwerden von Anliegern und Bürgern und den Meldungen der Kommissionsmitglieder beziehungsweise durch einen Zufallsgenerator bestimmt.

Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertretern der Projektgruppe Saubere Stadt der Senatsverwaltung, der BSR, des Amtes für regionalisierte Ordnungsaufgaben beim Bezirksamt Lichtenberg, des jeweiligen Bezirksamtes sowie Beschwerdeführern. Die erste Begehung durch die neue Kontrollkommission fand im September dieses Jahres statt.

"Wir haben nichts dagegen, uns von außen auf die Finger schauen zu lassen", sagt Detlef Müller, Leiter der Abteilung Service und Grundsatzfragen im Bereich der Straßenreinigung bei der BSR. "Die BSR nutzt allerdings bereits seit Jahren ein mehrstufiges internes Qualitätssicherungssystem und führt zur Kontrolle der Arbeit ihrer Mitarbeiter selbst auch unangemeldete Bewertungsfahrten durch", so Müller. Zudem habe die BSR bereits seit einigen Jahren ein so genanntes Beschwerdemanagement eingerichtet, um Missstände so schnell wie möglich beseitigen zu können: "Jeder Bürger erhält spätestens zehn Tage nach seiner Beschwerde eine Rückmeldung von uns." Denn bei der BSR werde nach dem Motto gehandelt: "Beschwerden sind Ratgeber."

Im Jahr 2001 beschwerten sich nach Angaben von BSR-Pressesprecherin Sabine Thümler pro Monat durchschnittlich 587 Bürger wegen Mängeln bei der Straßenreinigung. Die Tendenz sei jedoch fallend. In den vergangenen vier Monaten seien monatlich jeweils weniger als 400 Beschwerden eingegangen. Das sei "bei 3,4 Millionen potenziellen Kontrolleuren eine akzeptable Quote", so die BSR-Pressesprecherin.

Volker Wartmann

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"Nichts dagegen, uns auf die Finger schauen zu lassen": Stadtreiniger bei der Arbeit
Foto: Paul Glaser

  Beschwerdentelefone:
Ansprecherpartner bei der Projektgruppe Saubere Stadt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung:
Marlis Enderlein,
Tel. 9025-2197;
Christina Hermenau,
Tel. 9025-2456;
Beate Kaftan,
Tel. 9025-2198
Die BSR nimmt Beschwerden in ihrem Servicecenter unter Tel. 7592-4900 entgegen.

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