Pressemitteilung Nr. 19/26
„Ein Wohnungs- und Mietenkataster ist ein entscheidender Schritt für mehr Transparenz auf dem Berliner Wohnungsmarkt und für die bessere Verfolgung von Mietpreisüberhöhungen und Gesetzesverstößen“ kommentiert Wibke Werner, Geschäftsführerin im Berliner Mieterverein, die gestern von CDU und SPD beschlossene Errichtung eines Wohnungs- und Mietenkatasters.
Zukünftig sollen Adresse, Wohnlage, Etage, Quadratmeter, Zimmeranzahl, Ausstattung und Heizungsart sowie Beginn und Dauer des Mietverhältnisses, die vereinbarte Nettokaltmiete, Vorauszahlungen für Heizung und Warmwasser, aber auch Modernisierungsumlagen und der Grundsteueranteil in einem digitalen Portal erfasst werden.
„Nur wer die Begebenheit auf dem Berliner Wohnungsmarkt kennt, kann zielgerichtet Steuerungsinstrumente einsetzen“, so Werner, „zudem werden Mietpreisüberhöhungen und Verstöße gegen das Wohnungsaufsichtsgesetz oder das Zweckentfremdungsverbotsgesetz sichtbar und der Kontakt zu den verantwortlichen Vermieter:innen ermöglicht“.
Immer wieder wird die Ahndung von Gesetzesverstößen erschwert, da es keine Kenntnis über die Verantwortlichen gibt. Ein Wohnungs- und Mietenkataster wirkt bestenfalls präventiv und abschreckend, so dass Mietpreisüberhöhungen abnehmen könnten.
Allerdings sollte die umfassenden Erhebung von Daten zum Wohnungsmarkt auf weitere Segmente wie Leerstand, altersgerechte Wohnungen oder Anzahl von Sozialwohnungen erweitert werden, um ein geschlossenes Bild vom Wohnungsmarkt zu erhalten.
Aber zumindest ist ein erster Schritt in Richtung Transparenz getan und Berlin als erste Stadt Vorreiterin in Deutschland.
Berlin, den 22 April 2026
22.04.2026




