Pressemitteilung Nr. 16/26
„Die Auswertung bestätigt leider, was wir hier auch in der Rechtsberatung erleben – die Stimmung ist denkbar schlecht bei Mieter:innen der landeseigenen Wohnungsunternehmen,“, sagt Sebastian Bartels, Geschäftsführer im BMV. „Seit die Kooperationsvereinbarung zwischen Senat und LWU neu verhandelt wurde und der Druck auf die Unternehmen als Neubauakteure ansteigt, wächst die Unzufriedenheit weiter.“
Zwei Drittel der 479 Teilnehmenden geben an, insgesamt unzufrieden mit ihrer Mietsituation zu sein; bei der Gewobag liegt der Anteil bei über 70 Prozent. Besonders häufig werden Probleme bei Instandhaltung, dem Zustand der Wohnanlagen sowie bei der Heizungs- und Warmwasserversorgung genannt.
Auch beim Umgang mit Mängelanzeigen zeigen sich offenkundig große Defizite: Drei Viertel der Befragten fühlen sich als Mieter:innen nicht oder kaum wertgeschätzt, viele berichten von offenen oder unzureichend beantworteten Anliegen. Positiv hervorgehoben werden meist nur einzelne engagierte Mitarbeitende. Die Ergebnisse machen aus Sicht des BMV deutlich, dass Transparenz und die Kommunikation mit den Mieter:innen sowie mit Mieter:inneninitiativen dringend verbessert werden müssen. Dazu gehört auch, dass die landeseigenen Wohnungsunternehmen ihre eigenen Zufriedenheitsbefragungen offenlegen.
„Wenn die Unternehmen selbst Umfragen durchführen, sollten deren Ergebnisse auch veröffentlicht werden. Nur so lässt sich nachvollziehen, wie die Situation der Mieter:innen tatsächlich eingeschätzt werden kann und wo politischer Handlungsbedarf besteht“, so Bartels.
Die vorliegenden Ergebnisse sind zwar nicht repräsentativ, liefern aber ein ernstzunehmendes Stimmungsbild. Sie unterstreichen den Wunsch vieler Mieter:innen nach mehr Mitsprache und einer stärkeren Rolle engagierter Mieter:inneninitiativen.
Hier geht es zur Auswertung der Initiative Bülow-Ost: Mietendenbefragung 2026
Berlin, 19.März 2026
19.03.2026




