Durch die Stadt spazieren, unterwegs das Handy auf interessante Häuser richten und direkt erkennen, ob – und wenn ja, welche – Wohnungen darin frei sind? Eine neue Funktion von ImmoScout24 bietet genau das. Wir haben sie getestet.

Foto: Nils Richter
„Mit ,Scout the Streets‘ rückt die Immobiliensuche ein Stück näher an den Alltag“, schreibt ImmoScout24 zu der im Frühjahr eingeführten Funktion. Dem Unternehmen zufolge braucht es lediglich ein Smartphone mit Kamera – den Rest erledigt Augmented Reality, eine Technologie, die die reale Umgebung mit digitalen Inhalten überlagert. Beim Spaziergang durch die Stadt soll es genügen, das Handy auf ein Wohngebäude zu richten, und schon lassen sich direkt im Kamerabild Informationen zu freien Wohnungen anzeigen (so es denn welche gibt). Per Fingertippen geht es dann weiter zu Exposé und weiteren Informationen. Auch der Zugriff auf Wohnungen, die noch nicht inseriert sind, soll möglich sein: Interessierte können sich vormerken lassen und werden informiert, sobald ein passendes Angebot verfügbar ist.
Der Selbsttest über die App verläuft zunächst unproblematisch: Es ist kein Login erforderlich (auch wenn die App gerne möchte, dass ich mich einlogge). Über das Symbol ganz rechts im Suchfeld lässt sich die Funktion starten. „Gebäude auf der anderen Straßenseite scannen“ weist mich die App an – und auch darauf hin, dass Sicherheit vorgeht: Ich solle keine Straßen oder Fahrradwege betreten. Ein berechtigter Hinweis, wenn man mit Handy in der Hand durch die Stadt stolpert. Als ich von außen auf ein Wohnhaus ziele, das mir optisch gefällt, zeigt die App den Hinweis „Mehrfamilienhaus. 10 Wohneinheiten“ sowie den durchschnittlichen Quadratmeter-Mietpreis. Dazu aber auch den Hinweis „Derzeit nicht verfügbar“. Stattdessen bietet die App mir drei Immobilien in der Nähe an, für die keine genaue Adresse hinterlegt wurde. Fazit: Die Funktion macht Spaß – aber wo das Angebot fehlt, bleibt sie bloße Spielerei.
Katharina Buri
26.08.2026




