Pressemitteilung Nr. 53/26
„Am 20. September haben die Berliner:innen einen wohnungspolitischen Kurswechsel gewählt. Jetzt erwarten sie, dass die Gespräche ins konkrete Handeln führen.“, sagt Wibke Werner, Geschäftsführerin des Berliner Mietervereins. „Mit unserem 10-Punkte-Plan wollen wir den Parteien wieder die Dringlichkeit der Wohnungskrise vor Augen führen.“
Der Berliner Mieterverein legt den sondierenden Parteien einen „10-Punkte-Plan Wohnen“ für die ersten 100 Tage der neuen Landesregierung vor. Damit appelliert der BMV, die wohnungspolitischen Verhandlungen wieder auf die konkrete Situation der Mieter:innen und die Wohnungskrise zu lenken. Neben zehn kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen enthält das Papier eine wohnungspolitische Agenda für die Legislaturperiode.
Die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt gibt wenig Anlass zur Entspannung. Während bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen weiterhin knapp ist, erreichen die Mieter:innen gleichzeitig neue Mieterhöhungen und hohe Nebenkostenabrechnungen.
„Wir fordern die Parteien auf, die wohnungspolitischen Themen zum zentralen Gegenstand der Sondierungen und Koalitionsverhandlungen zu machen. Die Berliner:innen brauchen bezahlbare Wohnungen, Schutz vor Verdrängung und eine Verwaltung, die geltendes Recht durchsetzen kann“, so Werner.
Die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände gehört für den Berliner Mieterverein zur wohnungspolitischen Agenda. Aus Sicht des BMV ist diese jedoch nur ein Baustein auf dem Weg raus aus der Wohnungskrise. Parallel müssen auch kurzfristig Entscheidungen zum Schutz des noch bezahlbaren Wohnungsbestands getroffen werden, die landeseigenen Wohnungsunternehmen sozial gesteuert, öffentlicher Boden gesichert, der soziale Wohnungsbau ausgeweitet und die Wohnungsaufsicht handlungsfähig gemacht werden.
[PDF] BMV 10-Punkte-Plan Wohnen 2030
Berlin, den 15. Oktober 2026
15.10.2026




