Heizungsausfälle, schleppende Mängelbeseitigung und schlechte Erreichbarkeit – die Kritik an den Zuständen bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften reißt nicht ab. Im Mai hat das Abgeordnetenhaus bessere Dienstleistungen eingefordert.

Foto: Christian Muhrbeck
Die sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWU) sind aufgefordert worden, zumindest in Großwohnsiedlungen wohnortnahe Kundenzentren einzurichten sowie persönliche Ansprechpartner und eigene Objektbetreuer einzusetzen. Außerdem sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Vandalismus und illegale Müllablagerungen in den Griff zu bekommen. Diesen Aufgaben seien die LWU durch den Ausbau von Service-Points und das Insourcing von Hausmeisterdiensten und technischen Serviceeinheiten nachgekommen, so der Bericht des Senats. Alle hätten zudem spezifische Konzepte zur Müllvermeidung und -entsorgung entwickelt. Somit würden alle Unternehmen „wesentliche Elemente eines wohnortnahen Servicekonzepts“ erfüllen.
„Mieter:innenprotest wirkt“, erklärt dazu das Bündnis LWU-Vernetzung, in dem sich Mieter:innen landeseigener Wohnunternehmen zusammengeschlossen haben. Begrüßt wird, dass zentrale Forderungen zur Beseitigung der Missstände wie lange Bearbeitungszeiten bei Mängeln und schlechte Erreichbarkeit aufgenommen wurden. „Leider ist es nicht damit getan, bessere Beschwerdewege einzuführen“, kritisiert das Bündnis: „Der Sanierungsrückstau, die Mieterhöhungen und das Agieren über unsere Köpfe hinweg wird kein Servicepoint lösen können. Wir brauchen Mitbestimmung und Sanierung.“
Birgit Leiß
brennpunkt-wohnen-berlin.de
23.09.2026




