Wie steht es um den Wohnungsbau in Deutschland? Das hat das Verbändebündnis Wohnungsbau, an dem auch der Deutsche Mieterbund (DMB) beteiligt ist, in einer aktuellen Untersuchung ermittelt.

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Die Ergebnisse überraschen zunächst wenig: Die Studienmacher:innen sehen die deutschen Wohnungsmärkte in einer anhaltenden Schieflage, mit wenig Angebot und hoher Nachfrage vor allem in den Städten. Spannend sind die Details. Laut den Autor:innen ist nicht nur ein Mangel an Wohnfläche das Problem, sondern ein Mangel an passenden und bezahlbaren Wohnungen. Denn die durch den demografischen Wandel schrumpfenden Bevölkerungszahlen führen nicht etwa dazu, dass sich der Markt entspannt. Stattdessen steigt die Zahl der Haushalte seit Jahren kontinuierlich an, etwa durch die Zunahme an Singlehaushalten. Hinzu kommen „Fehlallokationen“: immer mehr Menschen leben beengt, während gleichzeitig kleinere Haushalte – etwa nach dem Auszug der Kinder – über viel Wohnraum verfügen. „Diese parallele Über- und Unterversorgung ist Ausdruck eines zunehmend erstarrten Wohnungsmarktes“, heißt es in der Studie. Ziel muss es also sein, dass der Wohnungsbau den eingefrorenen Wohnungsmarkt wieder „auftaut“, indem beispielsweise Umzugsketten ausgelöst werden – Familien beispielsweise in größere Wohnungen ziehen, ältere Menschen in kleinere und barrierefreie. Wie kann das klappen? Die Autor:innen plädieren für einen stärker innovationsorientierten Wohnungsbau mit konstruktiver Vereinfachung, robusten und instandhaltungsarmen Bauweisen sowie regionalen und bedarfsgerechten Neubaukonzepten. Neben der Aufgabe, kurzfristig Entlastung zu schaffen, dürften aber auch langfristige Transformationsaufgaben wie Klimaneutralität und soziale Resilienz nicht aus dem Blick geraten.
Katharina Buri
24.06.2026




