Die sozialräumliche Spaltung Berlins zeichnet sich immer deutlicher ab. Im Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2025, das im Mai vom Senat vorgelegt wurde, kann man die Lage der Nachkriegs-Großsiedlungen deutlich an den Warnfarben Orange und Rosa erkennen.

Damit sind „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ gekennzeichnet – also Stadtviertel, die in puncto Arbeitslosigkeit, Transferleistungsbezug, Kinderarmut sowie Kinder und Jugendliche in alleinerziehenden Haushalten überdurchschnittlich betroffen sind. An dem alle zwei Jahre fortgeschriebenen Monitoring lässt sich ablesen, wie Armutsbetroffene nach und nach aus den Altbaubereichen der Innenstadt in die Neubausiedlungen der 60er bis 80er Jahre verdrängt wurden. Das Monitoring dient der Senatsverwaltung zur Auswahl der Gebiete, in denen Städtebauförderungsprogramme eingesetzt werden sollen. In den meisten der identifizierten Gebiete ist schon ein Quartiersmanagement tätig, in einigen läuft es Ende 2027 aus. Hier sollen unter anderem ein „Quartiersmanagement light“ und das Programm „Stärkung Berliner Großsiedlungen“ dafür sorgen, dass die Stadtteile nicht weiter abrutschen.
js
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23.06.2026




