Die unter „Leserbriefe“ abgedruckten Beiträge sind Meinungsäußerungen von Leserinnen und Lesern zu Berichten im MieterMagazin und geben nicht die Meinung der Redaktion wieder.
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Betr.: MieterMagazin 4/26, Seite 14, Jens Sethmann: „Kommt jetzt die Stadt für alle? – ‚Berlin autofrei‘ fordert die gerechte Nutzung des Straßenlands“
… hat im MieterMagazin nichts verloren
„Schuster bleib‘ bei deinen Leisten.“ Der umfangreiche fünfseitige Artikel über das Volksbegehren „Berlin autofrei“ ist sicherlich gut im Mitgliedermagazin des ADFC aufgehoben. Aber im MieterMagazin hat so ein Artikel in diesem Umfang nichts zu suchen! Klar – man kann eine halbe Seite darüber informieren. Dann kann man aber auch eine halbe Seite zum Volksbegehren „Berlin werbefrei“ informieren. Gleichzeitig und neutral. „Berlin werbefrei“ hat ja noch einen Bezug zu dem Mieterproblem, dass eine Fassade mit großformatigen Werbetransparenten zugehängt und beleuchtet wird. Das Thema „autofrei“ hat dagegen so gar nichts im MieterMagazin verloren! Bleiben Sie bitte beim Kernthema!
K.M.
(Name ist der Redaktion bekannt)
Der Autoverkehr hat viele Bezüge zum Wohnen und Mieten. Wer möchte schon gerne im Erdgeschoss oder in einer Wohnung leben, die an einer vierspurigen Schnellstraße oder Geschäftsstraße, wie etwa der Hermannstraße liegt? Denken Sie an die enorme Lärmbelastung an kleinen und vor allem großen Berliner Straßen. Diese Lage wirkt sich auf das Wohngefühl aus und führt erwiesenermaßen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Denken Sie auch an die Einordnung von ruhigen oder lauten Wohnlagen im Berliner Mietspiegel. Umgekehrt möchte verständlicherweise niemand, der ein Auto besitzt, weit von seiner Wohnung entfernt parken müssen. Auch Parkplatzprobleme sind mietrechtlich relevant – erwähnt seien die Stellplatzverträge. Wir haben uns nicht für oder gegen das Volksbegehren positioniert. Aber es ist unsere Aufgabe, zu informieren und aufzuklären. Übrigens spricht sich der Berliner Mieterverein auch schon seit langem für eine strengere Regelung der Werbeplakatierung an Wohngebäuden aus. Und über das Volksbegehren „Berlin werbefrei“ hat das MieterMagazin in der Ausgabe 3/2026 berichtet.
Die Redaktion
Die größere Gefahr zu Hause
Das MieterMagazin veröffentlichte unter der Überschrift „Haushaltsunfälle – Gefährlicher Frühjahrsputz“ in seiner Ausgabe 4/2017 den folgenden Text: „Wo sterben mehr Menschen: im Straßenverkehr oder im Haushalt? Auf den Straßen, würde man meinen – von tödlichen Verkehrsunfällen hört man schließlich jeden Tag in den Nachrichten. Zu Hause ist es dagegen gemütlich und sicher. Oder? Tatsächlich zeichnet die Statistik ein ganz anderes Bild: 9818 Menschen kamen laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2015 in Deutschland durch Haushaltsunfälle zu Tode – beinahe 800 mehr als im Vorjahr. Bei Verkehrsunfällen starben im selben Zeitraum 3578 Menschen. Die Chancen, durch einen tödlichen Unfall im eigenen Heim ums Leben zu kommen, stehen also ungleich höher.“
(www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0417/haushaltsunfaelle-gefaehrlicher-fruehjahrsputz-041726.htm)
Soll jetzt ein Volksentscheid auch die Haushaltsleitern begrenzen?
Dipl. Ing. Bernd Michalski
26.05.2026




