Was tun im Fall der illegalen Müllablagerungen überall in Berlin? Der Senat setzt auf Abschreckung und eine Plakatkampagne, die die seit Herbst deutlich erhöhten Strafen für Müllsünder:innen thematisiert. Einen anderen Ansatz verfolgt die App „Trash Cam“, die der Weddinger Tommy Holper programmiert hat – Motto: „Meld‘ den Dreck, dann isser weg“.
Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Man schießt ein Bild des Müllhaufens, das Smartphone ermittelt automatisch die GPS-Koordinaten des fotografierten Ortes. Im nächsten Schritt schickt man das Bild einfach ans Ordnungsamt. Das macht die App intuitiver nutzbar als „Ordnungsamt-Online“, die App der Berliner Ordnungsämter. Denn bei dieser muss der „Fundort“ noch manuell eingegeben werden. Dies schreckt so manchen ab – und sorgt dafür, dass manche Müllberge trotz Meldung noch lange erhalten bleiben. Die Hoffnung: Wenn durch die vereinfachte Nutzung mehr Menschen Müll melden, wird dieser schneller beseitigt. Ob sie sich erfüllt, wird sich zeigen. Praktisch: Auf einer Karte lassen sich gemeldete Orte und der aktuelle Bearbeitungsstand einsehen.
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26.05.2026




