Über 430.000 Berliner:innen sind sogenannte Regelleistungsberechtigte, also auf staatliche Unterstützung angewiesen. Im Bezirk Mitte, in dem nicht nur der Gendarmenmarkt, sondern auch der Leopoldplatz liegen, ist die Quote besonders hoch. 58.103 Personen (Stand: November 2025) sind beim dortigen Jobcenter registriert, ein gutes Drittel davon Kinder und Jugendliche.

„Angesichts von hohen und steigenden Wohnkosten und nicht leistbaren Neuvertragsmieten wächst der Druck auf Bürgergeld-Empfänger:innen, in andere Bezirke auszuweichen“, sagt der Grünen-Abgeordnete Taylan Kurt und hat deshalb eine schriftliche Anfrage an den Senat gestellt. Wer und aus welchem Grund gezwungen ist, umzuziehen, ließ sich so nicht feststellen, weil Daten fehlen. Allerdings förderte Kurts Anfrage zutage, welche Bewegungen es bei den Ab- und Anmeldungen innerhalb der Jobcenter gibt. Laut einer Erhebung der Bundesagentur für Arbeit wechselten zwischen November 2023 und Dezember 2024 immerhin 1152 Personen vom Jobcenter Mitte zu anderen Jobcentern, knapp ein Jahr später waren es bereits 1914 Personen. Berlinweit verzeichnen die meisten Neuzugänge – absteigend verteilt – die Jobcenter der Bezirke Lichtenberg, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf, gefolgt von Spandau.
cr
statistik.arbeitsagentur.de
26.05.2026




