Nach einem Kellerbrand in der Stargarder Straße in Prenzlauer Berg konnten die Mieter:innen wochenlang nicht in ihre Wohnungen zurück. Dann wehrten sie sich.

Foto: Christian Muhrbeck
Herbst 2022: Dass es mit ihrer neuen Eigentümerin, der Eliana Berlin GmbH & Co. KG, nicht einfach werden würde, merkten die Mieter:innen eines Altbaus in der Stargarder Straße schon bald. Im Frühjahr 2023 wurden Balkone im ersten Hof angebracht. Im zweiten Hof, zwischen Quergebäude und Remise, entstanden eingezäunte Terrassenbereiche vor den möblierten Erdgeschosswohnungen.
Am 24. Januar 2026 brannte es im Keller des Vorderhauses. Niemand wurde verletzt, die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen. Strom-, Gas- und Wasserleitungen aller 120 Hausbewohner:innen und der Gewerbeeinheiten wurden gesperrt. Die Mieter:innen kamen bei Freund:innen oder in einem nahegelegenen Hotel unter. „Wir waren ja vor allem froh, dass der Brand nicht weiter um sich gegriffen hatte“, sagt ein Mieter. Die Hausverwaltung reagierte schnell und kümmerte sich.
Doch dann folgten Hiobsbotschaften, wonach die Mieter:innen nicht so bald in ihre Wohnungen zurückkehren könnten. Der „Wiedereinzug“ wurde zunächst für Ende Februar in Aussicht gestellt, weil ein chemisches Gutachten fehlte, dann aufgrund von angeblich langwierigen Sanierungsarbeiten für frühestens Ende März. Die Elektro-, Wasser- und Heizungsinstallation sei in großen Teilen beschädigt und nicht mehr vorhanden.

Foto: Christian Muhrbeck
Die Hausgemeinschaft vernetzte sich im Bezirk und beauftragte ihrerseits ein Gutachten, das der Berliner Mieterverein der Eigentümerin über ihre Hausverwaltung zukommen ließ. Danach lagen keine Hinweise auf Totalschäden vor. Die technischen Anlagenteile könnten mit üblichen handwerklichen Mitteln wieder in Betrieb genommen beziehungsweise leicht ersetzt werden. Ab Ostern waren die ersten kälteresistenten Bewohner:innen wieder daheim – die Überprüfung der Gasleitungen stand zu der Zeit noch aus.
Carola Rönneburg
20.04.2026




