Instandbesetzer und martialisch ausgestattete Polizisten, vor heruntergekommenen Fassaden tollende Kinder, Proteste an Hauswänden und Widerstand auf den Straßen, schrille Punks und stille Spaziergänger – Kreuzberger Alltag. Keiner hat ihn so festgehalten wie der Fotograf Werner Krolow (1950 – 2019).

1972 kam er nach Berlin und wurde mit seiner Kamera zum Chronisten der rebellischen 1970er und 1980er Jahre. Seine Bilder sind parteiisch. Er steht auf der Seite der „einfachen“ Leute und jener, die sich gegen Staatsgewalt und zerstörerische Wohnungspolitik zur Wehr setzen. Seinen einfühlsamen Fotos verdanken wir Momente der Erinnerung wie Einblicke in eine Welt im Umbruch. Dem sensiblen Umgang mit den vielen analog fotografierten Bildern verdanken wir eine Zeitreise, die nachdenklich macht – aber auch mit großem Vergnügen angetreten werden kann.
rm
16.02.2026




