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Betr.: MieterMagazin 4/26 und 5/26: Wahlforen des Berliner Mietervereins
Warum keine Einladung?
Warum hat der Berliner Mieterverein die AfD nicht zu ihren Wahlforen-Veranstaltungen eingeladen? Sie ist definitiv eine der stärksten und wichtigsten Parteien. Ich erwarte auch generell mehr Informationen über die Positionen der AfD!
Dieter Isensee
Ziel der drei Wahlforen des BMV war es, mögliches Handeln der Kandidat:innen in einer künftigen Regierung abzufragen. Soweit ersichtlich, werden weder die AfD noch die FDP an einer künftigen Regierung beteiligt sein. Auch sind konstruktive Vorschläge der AfD zu den in den Veranstaltungen behandelten Themen bisher nicht bekannt.
Vorstand und Geschäftsführung sind sich bewusst, dass das Argument zum Ausschluss der AfD insofern angreifbar sein mag, als man dann auch die FDP nicht hätte einladen dürfen. Aber ohne die FDP wäre wiederum das Podium „linkslastig“ gewesen und hätte dem Veranstalter womöglich den Vorwurf eingebracht, er würde konservativere Stimmen ausschließen.
Als Gastgeber behält sich der Mieterverein vor, wen er einladen möchte. Für seine Entscheidung war letztlich ausschlaggebend, dass die AfD diskriminierende Positionen vertritt, die mit den humanitären Prinzipien des BMV unvereinbar sind. Dazu gehört die systematische Herabwürdigung schutzbedürftiger Gruppen, zum Beispiel die beabsichtigte Benachteiligung von Neuberliner:innen (darunter Geflüchtete) bei der Wohnungsvergabe.
Die Geschäftsführung des Berliner Mietervereins
Betr.: MieterMagazin 7+8/26, Seite 12: „Mit der Wohnungswirtschaft am Kamin“
Berichtigung
In unserem Beitrag haben wir geschrieben, Heimstaden sei regelmäßig Gast im Roten Rathaus beziehungsweise beim Regierenden Bürgermeister Kai Wegner gewesen. Das ist nicht richtig. Vielmehr hat Heimstaden ausschließlich mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Gespräche geführt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Die Redaktion
Betr.: MieterMagazin 7+8/26, Seite 9, Birgit Leiß: „Geisterhaus – Die Zeichen stehen auf Abriss“
Gewinn für das historische Stadtbild
Neben der ganzen jahrelangen Misere um das einst prächtige Gründerzeitgebäude in der Englischen Straße 29 gibt es noch einen weiteren wichtigen Aspekt. Nur noch verschwindend wenige historische Bauzeugnisse des einst prächtigen Tiergartenviertels sind erhalten, und schon deshalb wäre der Erhalt dieses Gebäudes für das Stadtbild und die Erinnerung daran – gerade im Umfeld der zahlreichen Neubauten – unglaublich wichtig. Man stelle sich das Gebäude mit der rekonstruierten historischen Fassade vor: Was für ein Gewinn wäre das für das Tiergartenviertel! Vielleicht kann ja jemand die zuständige Denkmalschutzbehörde wecken, die das Schlimmste noch verhindern könnte.
Hagen Freund
31.08.2026




