Leerstehende Zimmer, einsame Zeit in einer oftmals viel zu großen Wohnung und hohe Kosten, die man allein tragen muss: Wer darunter leidet, sollte sich einmal die Online-Plattform „inGemeinschaft“ ansehen.

Foto: Christian Muhrbeck
Wohnungsnot und Einsamkeit sind soziale Probleme – und zwei Seiten ein und derselben Medaille. Leben doch laut Statistischem Bundesamt mehr als ein Viertel aller über 65-Jährigen auf je mindestens 100 Quadratmetern. Unsichtbaren Wohnraum nennt das Anne Hufnagel, Mitbegründerin der Online-Plattform „inGemeinschaft“. Die will helfen, das vorhandene Potential besser zu nutzen, indem Alt und Jung zusammengebracht, aber auch verschiedene Wohnalternativen aufgezeigt werden, mit denen es sich vor allem im Mehrgenerationenbereich besser und durchaus auch kostengünstiger wohnen lässt.
Weil zu einem Leben in Gemeinschaft aber nicht nur der gute Wille gehört, sondern auch Lebenserfahrung, Organisation und Kenntnisse im Mietrecht, bietet inGemeinschaft nicht nur Kontakte, sondern umfangreiche Unterstützung an. Die reicht von der Beratung zu unterschiedlichen Konzepten und einer Gründungshilfe über die Suche nach passenden Mitbewohner:innen und das Ausloten finanzieller Möglichkeiten bis zu klärenden Gesprächen mit Vermieter:innen, wenn es Probleme gibt und auch zu Vermittlungsgesprächen innerhalb der Gemeinschaft.
„Wenn es uns gelingt, jene zu erreichen, die schon länger über eine WG nachdenken, sich das aber allein nicht zutrauen, und anderen mit unseren vielen guten Beispielen einen Anstoß geben, darüber nachzudenken, haben wir viel erreicht“, so Anne Hufnagel. Es könnte einen Weg aus dem Alleinsein aufzeigen – und zudem helfen, den Wohnungsmarkt sozialer und ressourcenschonender umzugestalten.
Rosemarie Mieder
Wer über ein Leben in Gemeinschaft nachdenkt:
www.ingemeinschaft.org
oder telefonisch 0176 25 15 82 06
20.04.2026




