Wie viel Prozent ihres verfügbaren Einkommens geben Menschen für die Miete aus? Diese Frage beantwortet bildlich der Dokumentarfotograf Florian Scheible, der die renommierte Ostkreuzschule für Fotografie besucht.

Für seine fotografische Dokumentation „Raum und Zahl“ hat er Berliner:innen in ihren Wohnräumen porträtiert, nennt dazu ihre jeweilige Wohnfläche in Quadratmetern und Mietkostenbelastung in Prozent des Einkommens.
Es gibt keine Hintergründe zur jeweiligen Wohnsituation, doch Bild und Zahl wirken für sich – und verdeutlichen die große Spanne dessen, was Menschen für Miete ausgeben. Da ist etwa Julian, der in Friedrichshain nur 5 Prozent seines Einkommens für Wohnen ausgibt, obwohl er auf 150 Quadratmetern lebt. Und da ist Ha aus Neukölln, die außerhalb des S-Bahn-Rings lebt und dennoch für ihre 21 Quadratmeter 70 Prozent ihres Einkommens aufwenden muss. Scheible will mit seinem Werk die Kompromisse aufzeigen, die Menschen eingehen müssen, um sich Wohnen heute leisten zu können, und er möchte damit zum Nachdenken anregen – auch, um Lösungen für gerechteres Wohnen zu finden.
kb
21.01.2026




