Vor allem die landeseigenen Wohnungsunternehmen halten Berlins Wohnungsbau hoch. Das geht aus dem Jahresbericht des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) hervor. Wegen steigender Kosten könne das Baupensum aber nicht aufrechterhalten werden.

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Im Jahr 2025 haben die BBU-Mitgliedsunternehmen in Berlin 5900 Wohnungen neu gebaut – 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt sind die Berliner Fertigstellungszahlen im gleichen Jahr abgestürzt. „Unsere Unternehmen haben 2025 gebaut, als andere aufgehört haben“, sagt BBU-Vorständin Maren Kern. Allerdings betrifft das nicht alle BBU-Unternehmen, sondern vor allem die landeseigenen Gesellschaften. Die privaten BBU-Mitglieder wie Vonovia/Deutsche Wohnen halten sich zurück.

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Im laufenden Jahr wird der Neubau der Unternehmen auf 5500 Wohnungen sinken, obwohl sie ihre Investitionen noch einmal erhöhen. „Der höhere Aufwand wird zunehmend von steigenden Baukosten aufgefressen“, erklärt Maren Kern. Sie rechnet vor, dass allein die hohen Zinsen dazu führen, dass eine Neubauwohnung heute eine um 9,48 Euro pro Quadratmeter höhere Miete haben müsse als noch vor fünf Jahren. „Vor diesem Hintergrund werden unsere Unternehmen ihre aktuelle Erstvermietungsmiete von 13,55 Euro nicht halten können“, kündigt Kern an. Die Investitionen fließen künftig auch stärker in die energetische Modernisierung. „Für neue Bodenbeläge, Fahrradboxen oder begrünte Höfe bleibt da leider wenig Spielraum“, so die Vorständin.
Zum Ankurbeln des Neubaus fordert der BBU, Baustandards und rechtliche Hürden zu senken. Problematisch sei der Natur- und Artenschutz: „Teilweise scheitern sogar Projekte daran“, beklagt Maren Kern. Auch der Milieuschutz treffe die Unternehmen „wirklich hart“. Und schließlich fehlt auch nicht das Mantra, dass schon allein die Diskussion über eine Vergesellschaftung schädlich sei.
Immerhin sieht der BBU die Notwendigkeit, gegen überhöhte Mieten vorzugehen. Er fordert, das Wirtschaftsstrafgesetz so zu ändern, dass Mietwucher leichter geahndet werden kann. Außerdem unterstützt der Verband das vom Senat beschlossene Mietenkataster und erwartet, dass die Unternehmen die Daten vollständig melden werden.
Jens Sethmann
21.09.2026




