Die Zahlen verheißen nichts Gutes: 41 Prozent der jungen Menschen in Deutschland können sich vorstellen, künftig in einem anderen Land zu leben; gut ein Fünftel hat bereits konkrete Auswanderungspläne. Das hat die Trendstudie „Jugend in Deutschland 2026“ ermittelt, für die 2000 junge Menschen im Alter von 14 bis 29 befragt wurden.

Die beiden größten Sorgen der Befragten sind demnach Krieg in Europa und Nahost (62 Prozent) und Inflation (53 Prozent). Auf Platz 3 landet mit 50 Prozent „teurer/knapper Wohnraum“ – noch vor der Spaltung der Gesellschaft, Donald Trump als Präsident der USA, Klimawandel und dem Zusammenbruch des Rentensystems. „Damit wird Wohnen nicht nur zu einer Kostenfrage, sondern auch zu einer Standortfrage“, sagte Nina Kolleck, Bildungsforscherin an der Universität Potsdam, die die Studie begleitet hat. Für den renommierten Jugendforscher Klaus Hurrelmann zeigt die Studie, dass sich junge Menschen „in gesellschaftlichen Zukunftsfragen zu wenig beteiligt“ fühlen. Er plädiert für neue Beteiligungsformate. Dies gilt sicherlich auch für das Thema Mieten und Wohnen.
kb
www.uni-potsdam.de/de/nachrichten/detail/2026-03-26-zwischen-leistungsbereitschaft-und-abwanderung-jugendstudie-2026-zeigt-deutschlands-jugend-verliert-geduld
23.06.2026




