Neun derzeit geplante Berliner Bauprojekte sollen auf grünen Flächen entstehen, zum Beispiel auf dem Gebiet des Emmauswaldes in Neukölln oder der Elisabethaue in Blankenfelde – nach Ansicht der Umweltschutzorganisation BUND der falsche Weg.
Diese Flächen würden für den Klima-, Arten- und Grundwasserschutz gebraucht. Der Berliner Landesverband des BUND hat deshalb den Stadtplaner Tilo Schütz mit einer Recherche beauftragt, wo stattdessen gebaut werden könnte. Schütz suchte dafür nach Grundstücken, die ohnehin schon versiegelt sind. Er stieß dabei vor allem auf riesige Discounter-Hallen und ihre überdimensionierten Parkplätze, aber auch auf Autohandelsflächen und Straßenland. Anschaulich mittels Luftaufnahmen dargestellt, präsentiert er nun in einem Dossier jene Standorte, an denen immerhin 8510 Wohneinheiten entstehen könnten. Jeweils gut angebunden an den öffentlichen Nahverkehr, befinden sie sich überwiegend in der Nähe der gefährdeten grünen Flächen. Das ist sehenswert – auch für alle, die einmal mit den Augen eines Stadtplaners auf Berlin blicken möchten.
cr
www.bund-berlin.de/service/publikationen/detail/publication/bauprojekte-auf-gruenen-flaechen-vorschlaege-fuer-umweltgerechte-alternativstandorte
26.05.2026




