Der Bebauungsplan für den Südteil der „Urbanen Mitte“ am Gleisdreieck ist beschlossen. In den beiden Hochhäusern wird es aber keine regulären Wohnungen geben. Die sollen im Nordteil entstehen – zu einem nicht festgelegten späteren Zeitpunkt.

Foto: Nils Richter
Um den geplanten Bau von insgesamt sieben Hochhäusern am Ostrand des Gleisdreieck-Parks gibt es seit vielen Jahren Streit. Die Aktionsgemeinschaft (AG) Gleisdreieck hält die Zusage von 2005, Investoren dürften dort 119.000 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche bauen, für nicht mehr zeitgemäß, wo doch Gewerbeleerstand und Klimakrise herrschen. Das eigentlich zuständige Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg wollte die Planung diesen Umständen anpassen, doch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat ihm das Verfahren entzogen.
Aber auch unter Senatsregie ging die Planung nicht glatt über die Bühne. Aus der SPD wurden ebenfalls Forderungen laut, Wohnungen zu bauen. Bausenator Christian Gaebler (SPD) griff den Gedanken auf: Zwar nicht im südlichen, aber im nördlichen Teil sollen „mehrere hundert Wohnungen“ von der Stadt und Land errichtet werden. Mit diesem Versprechen stimmten die SPD-Abgeordneten im Bauausschuss dem Plan für den Südteil zu – mit Ausnahme der wohnungspolitischen Sprecherin Sevim Aydin.
Auch die AG Gleisdreieck kritisiert die derzeitige Koppelung der Entscheidungen über den Süd- und den Nordteil.
Jens Sethmann
24.03.2026




