Rassistisch markierte Gruppen wie Schwarze und muslimische Personen machen auf dem Mietwohnungsmarkt häufig Rassismuserfahrungen: Sie werden bei der Wohnungsvergabe benachteiligt, leben im Vergleich auf kleinerem Wohnraum und in prekären Mietverhältnissen. Ihre Wohnungen sind häufiger in schlechterem baulichen Zustand und befinden sich in Gegenden mit höheren Umweltbelastungen. Zudem tragen sie eine höhere Wohnkostenbelastung.
Zu diesen alarmierenden Ergebnissen kommt der Monitoringbericht mit Schwerpunkt Wohnen, den das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) im Dezember veröffentlicht hat. Erhoben wurden die Daten durch Interviews, aber auch mithilfe eines Feldexperiments, bei dem Wohnungsanzeigen jeweils mit Namen beantwortet wurden, die entweder eine nichtdeutsche oder eine deutsche Herkunft suggerieren sollten. Klares Ergebnis: Mit „deutschem“ Namen waren die Chancen höher. Rassistische Diskriminierung sei keine individuelle Erfahrung, schreiben die Autor:innen. „Vielmehr folgt sie einem sozialen Muster, das sozialräumliche Benachteiligung systematisch erzeugt und verfestigt.“
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www.rassismusmonitor.de/fileadmin/user_upload/NaDiRa/Publikationen/Wohnenbericht/Nadira_Wohnbericht.pdf
18.02.2026




