Sie haben Javascript deaktiviert. Die Funktion dieses Scripts: Bei Datei-Zugriff von außen (z.B. von Suchmaschinen) wird das Frameset nachgeladen.

 MieterMagazin

 Dezember 2007 - Panorama

Heizkostenverteiler

Konkurrenz mit neuen Plomben

Durchblättern Sie
MieterMagazin 12/07
Eine Seite zurück       Eine Seite vorwärts

Der Markt für Heizkostenabrechnungen ist heiß umkämpft. Immer mehr preiswerte Messdienstunternehmen versuchen, sich einen Teil des Kuchens zu sichern. Einer der Großen des Marktes schreckt bei der Sicherung seiner Marktanteile aber auch vor zweifelhaften Behauptungen nicht zurück.

Nach einem Wechsel des Anbieters erhalten alte Heizkostenverteiler oft neue Plomben und Röhrchen. Werden allerdings statt der Originalplomben nachgebaute, nicht zugelassene Plomben verwendet, verliert das gesamte Erfassungssystem seine Zulassung.

Brunata-Metrona, eine der Großen des Marktes, hat sich jetzt auf das Messdienstunternehmen „delta-t“ im fränkischen Pegnitz eingeschossen, das „nachgebaute, um nicht zu sagen raubkopierte, nicht zugelassene Plomben“ verwenden soll. Diese Beschuldigungen weist „delta-t“-Geschäftsführer Dieter Eckert weit von sich: „Unsere Plomben sehen völlig anders aus. Hier geht es in erster Linie darum, Kunden zu verunsichern und damit den Wettbewerb zu erschweren.“ „delta-t“ beruft sich auf einen positiven Zulassungsbescheid der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Die hat sich mittlerweile allerdings als nicht zuständig für diese Zulassungen erklärt und deshalb den zu Jahresbeginn erteilten Bescheid zurückgenommen. Dagegen hat „delta-t“ Widerspruch eingelegt. Somit behalten die von dem Unternehmen gefertigten Plomben entgegen der Behauptung von Brunata-Metrona bis zu einer endgültigen Entscheidung ihre Zulassung.

Brunata-Metrona versucht inzwischen auch Vermieter zu verunsichern: Laut Heizkostenverordnung kann der Mieter nämlich pauschal 15 Prozent des Abrechnungsbetrages einbehalten, wenn nicht zugelassene Plomben verwendet werden. Und natürlich weiß das Unternehmen die Lösung: „Der beste Ausweg aus einem solchen Dilemma ist die Rückkehr zu demjenigen Wärmedienstunternehmen, von dem die Erfassungsgeräte ursprünglich stammen.“ Doch das kommt natürlich teurer.

Rainer Bratfisch

Heizkostenverteiler an Heizkörper
Zur Vergrößerung des Bildes Am Markt für Heiz-
kostenabrechnungen wird mit harten Bandagen gekämpft
Foto: uh
nach oben auf dieser Seite    zurück zur letzten Seite    diese Seite drucken    diesen Artikel versenden als E-Mail    zur Startseite Berliner Mieterverein online

Copyright: Berliner Mieterverein e.V., Behrenstraße 1 C, 10117 Berlin