Pressemitteilung Nr. 54/26
Bewohner:innen der Seniorenwohnanlage Herthastraße/Hubertusallee fordern vom Land Berlin, der Gewobag und der Seniorenstiftung Wilmersdorf umgehend Abhilfe.
Defekte Rohrleitungen und Heizungen, Feuchtigkeit, monatelange Warmwasserausfälle, Wohnungsleerstand und wiederholte Versorgungsausfälle: Die Bewohner:innen der Seniorenwohnanlage Herthastraße in Berlin-Wilmersdorf weisen in Ihrem offenen Brief an den Senat und den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf massive Missstände und Mängel sowie eine mangelhafte Mieterkommunikation an.
Bei zwei Havarien im November und an Silvester 2025 fiel die Wasserversorgung vollständig aus. (Hoch)betagte Bewohner:innen mussten tagelang Wasser eimerweise von einem Hydranten in ihre Wohnungen tragen. Die Ursachen sind nach Angaben der Bewohner bis heute nicht behoben. Auch der vertraglich vereinbarte Gemeinschaftsraum ist seit mindestens zwei Jahren wegen Verwahrlosung geschlossen.
Trotz einer Mieterversammlung mit knapp 50 Teilnehmenden am 8. Juli 2026 und zugesagter Verbesserungen bestehen die grundlegenden Missstände fort. Die Bewohner kritisieren zudem mangelnde Erreichbarkeit der Hausverwaltung, fragwürdige Praktiken bei Neuvermietungen und Verstöße gegen die Mietpreisbremse.
Die Forderungen: Die unverzügliche Beseitigung der Mängel, eine Vor-Ort-Prüfung durch die zuständigen Behörden, die Überprüfung der Vermietungspraxis sowie der Miethöhen, die Wiederherstellung des Gemeinschaftsraums sowie eine verlässliche Ansprechstruktur vor Ort. Zudem fordern die Bewohner:innen einen Runden Tisch mit Politik, Verwaltung, Gewobag, Seniorenstiftung und ihren Mietersprecherinnen.
Die Mieter:innen haben die zuständigen Stellen um eine Stellungnahme innerhalb von 14 Tagen nach Eingang des offenen Briefes gebeten. Sie sehen ihre besondere Schutzbedürftigkeit als ältere Menschen missachtet und fordern, mögliche Altersdiskriminierung und soziale Benachteiligung zu prüfen.
[PDF] Offener Brief Herthastraße/Hubertusallee
Berlin, den 19. Oktober 2026
19.10.2026




