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Berliner Immobiliendialoge, veranstaltet am 26.11.2008 von der Investitionsbank Berlin (IBB) und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Auf dem 8. Berliner Immobiliendialog, veranstaltet am 26.11.2008 von der Investitionsbank Berlin in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, gab es ein klares Fazit. Der Berliner Wohnungsmarkt ist im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten wie Hamburg, Köln oder München und erst recht zu anderen europäischen Metropolen wie Paris oder London ein Standortvorteil, den insbesondere die Kreativwirtschaft in der Stadt schätzen kann.

Dieser Standortvorteil könnte jedoch eingebüßt werden, wenn sich die aktuellen Tendenzen am Wohnungsmarkt fortsetzen, befürchtet der Berliner Mieterverein. Aktuell zeigt sich nach dem Wohnungsmarkt-Report von GSW und Jones Lang LaSalle ein erheblicher Druck bei neuen Mietvertragsabschlüssen. Berlinweit lägen die Angebotsmieten bei 6,05 Euro/qm/Monat, in Teilen von Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Prenzlauer Berg jedoch über 10,- Euro/qm nettokalt. Die durchschnittlichen Angebotsmieten liegen damit deutlich über der im Berliner Mietspiegel 2007 ermittelten Durchschnittsmiete von 4,75 Euro/qm/Monat, die sich zu rund 2/3 aus den Mietänderungen bei bestehenden Mietverhältnissen und zu rund 1/3 aus neuen Mietvertragsabschlüssen im Jahr 2006 ergeben hat.

Das Forschungsinstitut GEWOS erwartet berlinweit spätestens im Jahre 2013 ein ausgeglichenes Verhältnis von nachfragenden Haushalten und angebotenen Wohnungen. Wegen des dauerhaften Leerstands von nach wie vor ca. 100.000 Wohnungen geht GEWOS derzeit von einem Angebotsüberhang aus, der sich demnächst verringern wird. Den Vortrag von Reiner Wild, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Berliner Mietervereins, anlässlich des Berliner Immobiliendialogs finden Sie hier: Der Berliner Wohnungsmarkt aus Sicht der Mieter

Der Berliner Mieterverein e.V. hat sich in Anbetracht der deutlichen Mietpreissteigerungen im freifinanzierten Wohnungsbau in den letzten 4 Jahren (nachgewiesen durch die Mietspiegel) und wegen des erheblichen Anstiegs der Mieten bei neuen Mietverträgen für ein Maßnahmenpaket zur Dämpfung der Mietkosten eingesetzt. Zum einen konnte mit den Vermieterverbänden vereinbart werden, dass der Berliner Mietspiegel 2009 eine geringere Spannenbreite ausweisen soll, was den Mieterhöhungsspielraum wieder einschränken soll. Des Weiteren verlangt der Berliner Mieterverein vom Berliner Senat eine Mietrechtsinitiative zur Anpassung des Wirtschaftstrafgesetzes an die unterschiedliche Teilmarktentwicklung. Demnach könnten Mietpreisüberhöhungen wieder verfolgt werden, wenn bereits in Teilen der Stadt eine Mangellage herrscht (siehe die Pressemitteilung des BMV vom 18.11.08: Neuvermietungsmieten begrenzen ).



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