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Pressemitteilung Nr. 15/08 Wohnkostenübernahme für ALG II-Empfänger:
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Die Erhöhung der Mietrichtwerte für Single-Haushalte ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber im Ergebnis unzureichend. "Wir fordern den Finanzsenator auf, seine familienfeindliche Position aufzugeben und die gestiegenen Wohnkosten auch größerer Haushalte als angemessen anzuerkennen", verlangte der Vorsitzende des Berliner Mietervereins Dr. Franz-Georg Rips. Nach Modellrechnungen des Vereins stiegen auch die Mieten in größeren Wohnungen erheblich an. Durch die Miet- und Energiekostensteigerungen sind insbesondere Mieten für Altbauwohnungen, die grundsätzlich bei gleicher Raumzahl über mehr Quadratmeter verfügen, bereits heute nicht mehr angemessen im Sinne der AV Wohnen. Dies betrifft insbesondere Familien. Da sich Altbauwohnungen zum großen Teil im innerstädtischen Bereich befinden, unterstützt die Wohnkostenübernahme ohne Anpassung der Richtwerte den Trend, Familien in die Stadtrandgebiete zu verdrängen, befürchtet Rips. Damit seien unerwünschte Effekte der Stadtentwicklung zu erwarten. Der Berliner Mieterverein hält zudem den beschlossenen Anstieg der Richtwerte für 1-Personen-Haushalte um 5 Prozent ebenso wie die Regelung zur Betriebskostensteigerung für unzureichend, weil Der Senat will nach Erscheinen des nächsten Mietspiegels im Sommer 2009 die Werte für die Mehrpersonenhaushalte überprüfen. Dies könnte eher geschehen, da die Daten aus dem Mietspiegel 2009 bereits im Februar nächsten Jahres vorliegen werden. "Unnötige Verzögerungen sind auf jeden Fall zu vermeiden", sagte Rips. Rückfragen: Tel. 030-226 26 118 |
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