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Die Stimmung in der Anwohnerinitiative Cuvry-/Schlesische Straße ist schlecht: Der aktuelle Bebauungsplan für den so genannten "Cuvry-Hof", der zurzeit von der Senatsverwaltung für Stadt-entwicklung geprüft wird, entspricht in vielen Punkten ganz und gar nicht den Vorstellungen der Betroffenen. Vom 24. Juni bis zum 8. Juli lagen die Pläne bei der Senatsverwaltung in der Behrensstraße aus. Die Anwohner hatten vieles an ihnen auszusetzen. Nun ist das Bürgerbeteiligungsverfahren abgeschlossen und die Senatsver-waltung prüft die Einwände. Doch viel Hoffnung, Gehör zu finden, haben die Anwohner mittlerweile nicht mehr.
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Auf dem rund 10000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Spree, Cuvrystraße und Schlesischer Straße sollen laut Bebauungsplan zwei rund 150 Meter lange und 30 Meter hohe Gebäuderiegel mit einer Fläche von rund 49000 Quadratmetern entstehen (das MieterMagazin berichtete in seiner Ausgabe 1+2/02, Seite 12: "Cuvry-Hof: Durchgepeitscht"). Zwischen den Baukörpern im Kontorhausstil soll sich ein begrünter Hof, eine gläserne Eingangshalle an der Schlesischen Straße und eine Freitreppe zur Spree hin erstrecken. Im Vergleich zum ersten Entwurf sind die Planungen für den Cuvry-Hof zwar zurückhaltender (siehe "Zur Sache"), doch immer noch nicht zufriedenstellend. Diese Meinung vertreten zumindest die Anwohner nach wie vor. "Auch vom Cuvry-Hof, wie er derzeit geplant ist, wird künftig kein Impuls für das Quartier ausgehen", ist sich Günter Rohleder, einer der Sprecher der Anwohnerinitiative, sicher.
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Kritik und Skepsis der Anwohner beziehen sich auf verschiedene Bereiche des Bebauungsplans: Ob der Gebäudekomplex samt Hotel quartiers-verträglich genutzt wird, erscheint ihnen fraglich, ebenso, inwieweit der Uferwanderweg an der Spree noch öffentlich zugänglich sein wird, wie Senat und Bezirk beteuern. Massivität und Höhe des Baukörpers lassen die künftige Verschattung der umliegenden Häuser befürchten. Ein- und Ausfahrten drohen ein starkes Verkehrsaufkommen in der Cuvrystraße zu befördern.
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Anna Weber und Peter Tschada sind nicht nur betroffene Bürger, sondern auch Architekten. Sie haben der Senatsverwaltung am 8. Juli ihre Bedenken schriftlich mitgeteilt. Insbesondere auf die drohende Verschattung und den eingeschränkten Zugang zum Uferweg haben sie verwiesen. "Wir fordern, diesen Bebauungsplan so zu gestalten, dass das Wohl der Allgemeinheit im Vordergrund steht und nicht das Wohl eines einzelnen Investors." Noch hat die Senatsverwaltung nicht entschieden.
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Lars Klaaßen
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Zu wessen Wohl wird hier gebaut?
Am Cuvry-Hof scheiden sich die Geister
Foto: Maik Jespersen
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Zur Sache
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Das gescheiterte
"Cuvry-Center"
Das ursprünglich anvisierte "Center" war in harsche Kritik geraten: Der Bau sei zu klotzig, füge sich nicht in die Umgebung ein. Der hohe Anteil an Einzelhandels-flächen gefährde die Ge-schäfte im umliegenden Kiez. Die vielen geplanten Park-plätze würden ein über-höhtes Verkehrsaufkommen forcieren und eine Über-schreitung der zulässigen Emissionswerte zur Folge haben.
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