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 MieterMagazin

 Juli 2007: Mietspiegel 2007-Sonderheft

Berliner Mittelspiegel 2007

Kräftiger Mietenanstieg -
und der Senat hilft dabei

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Im Vergleich zum Mietspiegel 2005 sind die Mieten um mehr als fünf Prozent gestiegen. In den sechs stärksten Baujahrgangsklassen, die 85 Prozent des gesamten Wohnungsbestands repräsentieren, ergibt sich sogar eine Steigerung von 6,38 Prozent.

In mehr als 75 Prozent aller ausgewiesenen Mietspiegelfelder steigt der Mittelwert an, in 22 Prozent der Felder um mehr als 10 Prozent und in 25 Prozent der Felder zwischen 5 und 10 Prozent. In den Baujahrgängen 1919 bis 1964 sind durchweg Erhöhungen der Mittelwerte zu verzeichnen, bis zu 0,80 Euro pro Quadratmeter monatlich. Extrem hoch ist der Anstieg in den letzten beiden Jahren für die Baujahre 1956 bis 1964 mit durchschnittlich 9,35 Prozent und für die voll ausgestatteten Wohnungen der Jahrgänge 1919 bis 1949 mit einer durchschnittlichen Steigerung von 9,28 Prozent. Überdurchschnittlich ist der Anstieg auch in den Plattenbauten der Jahre 1973 bis 1990 und bei den Nachkriegswohnungen. Niedrigere Mietwerte wurden nur bei 21 Prozent aller Mietspiegelmittelwerte ermittelt, vorrangig wieder bei den Neubauwohnungen.

Die erweiterte Spannenbreite treibt die Mieten hoch

Doch die deutlich über dem allgemeinen Lebenshaltungskostenindex liegenden Mietsteigerungen sind nicht nur das Ergebnis des verstärkten Handels mit Wohnungen durch „Heuschrecken“ und andere Investoren. Sie sind auch das Ergebnis einer durch den Senat mit Zustimmung der Vermieter unnötig erweiterten Spannenbreite. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat, wie schon bei den Mietspiegeln 2003 und 2005, gegen das Votum der Mieterverbände eine variable 4/5-Spanne festgelegt. Damit wird den Vermietern erneut ein zusätzlicher Mieterhöhungsspielraum gewährt. Die Ausweitung der Spanne auf bis zu 4/5 der Mietwerte führt im Verhältnis zur 2/3-Spanne zu zusätzlichen Mieterhöhungsmöglichkeiten von bis zu 1,02 Euro pro Quadratmeter monatlich. In knapp 70 Prozent aller Felder steigen durch die Spannenvergrößerung die Oberwerte. Dies betrifft mehr als 80 Prozent aller freifinanzierten Wohnungen (circa 900000 Wohnungen). Für rund 20 Prozent aller Wohnungen (215000) steigt der Mieterhöhungsspielraum um mehr als 0,25 Euro pro Quadratmeter monatlich. Ganz erhebliche Auswirkungen hat die erweiterte Spanne bei Altbauten bis Baujahr 1918, weil in dieser Baualtersklasse wegen der modernisierungsbedingten Mietsteigerungen die Streuung der Mietwerte besonders groß ist. Der Mieterhöhungsspielraum wächst bei diesen Wohnungen bis zu 0,61 Euro pro Quadratmeter monatlich.

Dieser zusätzliche Mieterhöhungsspielraum wird erfahrungsgemäß oft ausgenutzt, was die Werte für den nächsten Mietspiegel nach oben treibt.

Hier finden Sie die Vergleichstabelle als PDF-Datei.

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