MieterMagazin

 Mai 2004

Kurzüberblick

Titel

Junge Familien entdecken die Innenstadt als Wohnort: Ab in die Mitte
Kinder und Großstadt: Unvereinbar? In Berlin lässt sich ein neuer Trend beobachten. Nicht nur der Bezirk Prenzlauer Berg hat seinen kleinen Baby-Boom, auch Friedrichshain zieht mit dem Kindersegen nach, selbst in Mitte steigen die Geburtenzahlen. Auf Spielplätzen findet sich kaum mehr ein freies Eckchen, leer stehende Läden füllen sich mit Kindergeschäften. Die jungen Eltern beeinflussen ihr Wohnumfeld und versuchen, es nach ihren Wünschen zu gestalten. Sie wollen mit ihren kleinen Kindern das Leben in der Stadt genießen. Noch beschränkt sich das Phänomen aber auf bestimmte Bezirke.   weiter

Hintergrund

Im Todesfall: Die Angehörigen sind oft unvorbereitet
Eine Kreuzberger Nebenstraße mit ihren sanierten fünfstöckigen Altbauten, parkenden Autos und spielenden Kindern. Oft wird diese Straße als Filmkulisse genutzt, weil sie das "typische Berlin" widerspiegelt. Jetzt biegt ein schwarzer Transporter mit aufgemalten goldenen Zweigen in die Straße ein. Ein Leichenwagen. Wie ungewöhnlich, was macht der hier? Er parkt ein. Zwei Männer steigen aus und holen von hinten einen Sarg heraus. Sie tragen ihn in das Nachbarhaus. Kein Film. Echtes Leben. Echter Tod. Ein selten sichtbares Zeichen, dass jemand gestorben ist. Hier in dieser Straße, nicht nur in Filmen oder Nachrichten, kein Terror- oder Unfallopfer, keine Sensation. Gestorben, weil er gelebt hat. Das gehört zusammen.   weiter

Ausland

Portugal: Portos Wohnungsbau auf Krisenkurs
In Lissabon würde man das Leben genießen, in Porto dagegen hart arbeiten - das ist eine der typischen Beschreibungen von Portugals zweitgrößter Metropole im Norden des Landes. Dabei hat Porto mit seiner atemberaubenden Lage am Hang oberhalb des Douro und seinen pittoresken Altstadtvierteln einen ganz eigenen Charme. Heute leben 1,2 Millionen Menschen im städtischen Großraum Porto, allerdings immer weniger im historischen Zentrum.   weiter

Verbraucher

Einkauf: Etikettenschwindel mit "Test"-Urteilen
Verbraucherschützer stellen in letzter Zeit zunehmend fest, dass Kunden beim Einkauf offenbar mit falschen oder mehrdeutigen Testergebnissen in die Irre geführt werden. Selbst namhafte Firmen greifen zu diesen Mitteln, um den Absatz zu steigern.   weiter

Geschirrspül-Kombi-Tabs: Teuer und schädlich
Geschirr spülen gehört für viele zu den unangenehmen Seiten der Hausarbeit: zeitaufwändig, schmierig, lästig. Doch dafür gibt es ja Maschinen. Auch bei denen kann man noch Zeit sparen, indem man Geschirrspültabs verwendet, statt drei unterschiedliche Komponenten für die Reinigung einfüllen zu müssen. Diese Bequemlichkeit geht allerdings zu Lasten des Portmonees und auf Kosten der Umwelt.   weiter

Pflegeversicherung: Hilfe beim Wohnungsumbau
Jeder möchte so lange wie irgend möglich in seinen eigenen vier Wänden leben, in gewohnter Umgebung mit den schon seit Jahren bekannten Nachbarn. Doch mit zunehmendem Alter kann dies plötzlich in Frage gestellt sein. Ist die Mobilität in der Wohnung erheblich eingeschränkt, denkt man schnell an ein Senioren- oder gar Pflegeheim. Allerdings kann man den Umzug hinauszögern, vielleicht sogar völlig umgehen: Die Pflegeversicherung unterstützt Umbaumaßnahmen, um häusliche Pflege zu erleichtern oder eine selbstständige Haushaltsführung zu ermöglichen.   weiter

Buch-Tipp: Schulden
mindern die Lebensqualität. Ist man erst einmal tief in die roten Zahlen gerutscht, findet kaum jemand allein aus dem Tal heraus. Meist ist dann die professionelle Hilfe eines Schuldenberaters nötig. Damit es gar nicht erst so weit kommt, kann man einiges tun. Ein Ratgeber mit dem Titel "Besser haushalten" hilft auf mehr als 200 Seiten, die Privatfinanzen im Griff zu behalten oder sie in den Griff zu bekommen.   weiter

aktuell

Wohnungsanzeigen-Datenbank "Woli": Rausgeschmissenes Geld
Nach dem juristischen Erfolg des Berliner Mieterverein (BMV) gegen "Home-Info" haben deren Betreibergesellschaften "Vian" und "Pima" offensichtlich aufgegeben. Trotzdem wird weiterhin in Berlin mit Serviceangeboten für die Wohnungssuche Beutelschneiderei betrieben. Seit kurzem tauchen unter den Wohnungsanzeigen der lokalen Tageszeitungen Inserate einer "Woli GmbH" auf, in denen ein "kostenpflichtiges Login" in eine Wohnungsdatenbank offeriert wird. Der BMV rät Wohnungssuchenden von diesem Angebot dringend ab.   weiter

Leute, Interessantes und Vermischtes über Leute in unserer Stadt   weiter

"Wohnnacht" und "Wohntag: Genossenschaften rühren die Werbetrommel
Seit dreieinhalb Jahren bemühen sich 25 Berliner Wohnungsbaugenossenschaften unter dem Motto "Die clevere Alternative" um ein besseres Image für das genossenschaftliche Wohnen. Der Erfolg gibt der Aktion Recht: Genossenschaften sind "in", mit 2 Prozent liegt der Leerstand deutlich unter dem Durchschnitt des Berliner Wohnungsmarktes. Im Mai und Juni wird die Aktion mit einer "Langen Wohnnacht" und dem bereits zum vierten Mal stattfindenden "Wohntag" fortgesetzt.   weiter

Berlin spart zu Lasten seiner Bürger: Atelierprogramm vor dem Aus
Im März wurden sämtliche Fördergelder für mietbegünstigte Künstlerateliers vom Haushaltsausschuss gesperrt. Künstler und Kulturinstitutionen protestierten sofort scharf gegen die "unsinnige" Sparmaßnahme: Der Einspareffekt gehe nach hinten los, allein die Existenz vieler Künstler werde vernichtet, weitaus höhere Folgekosten entstehen. Nachhaltig sei dagegen nur die Rufschädigung Berlins - als kulturfeindliche Stadt. Denn viele Künstler sind, entgegen dem Klischee vom armen Poeten in seiner urigen Dachkammer, vor allem auf preiswerte Gewerberäume angewiesen, um überhaupt arbeiten zu können.   weiter

Berliner Notizen, Kurzmeldungen   weiter

Wohnungsmarktbericht des Senats: Preiswerte Wohnungen weiterhin Mangelware
Ende März legte der inzwischen zurückgetretene Senator für Stadtentwicklung, Peter Strieder, den Wohnungsmarktbericht 2003 des Berliner Senats vor. Strieder konstatierte ein Wohnungsüberangebot sowie eine schleppende Nachfrage. Lediglich bei Sozialwohnungen könne gegenwärtig von einem ausgeglichenen Markt gesprochen werden. Denn bei preisgünstigem wie auch bei hochwertigem Wohnraum bestünde eine erhöhte Nachfrage. Da sich der Bericht vorwiegend an potenzielle Investoren richtet, schließt die Prognose mit der für Vermieter freundlichen Perspektive einer Nachfragebelebung.   weiter

Wohnungsbewerberin mit behindertem Kind: Der Einzelfall ist ein Fall zu viel
Eine Behinderte im Haus ist genug. So lautet offensichtlich das Motto von Melanie Meyhöfer, Eigentümerin eines Altbaus in der Wissmannstraße in Neukölln. "Wenn bei jedem Hausbesitzer ein Behinderter im Haus wohnt, sollte das genügen", so Meyhöfer gegenüber dem MieterMagazin. Mit dieser Begründung lehnte sie die Bewerberin Claudia Kertscher als künftige Mieterin ab. Kertscher ist Mutter einer 11-jährigen Tochter, die geistig behindert ist.   weiter

Neue Studie des Umweltbundesamtes: Verkehrslärm geht ans Herz
Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes (UBA) kommt zu dem Ergebnis, dass das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden bei Männern um rund 30 Prozent steigt, wenn sie in Gebieten mit hohem Verkehrslärm wohnen.   weiter

Abrisskündigung: Stadtumbau Ost gegen den Mieter
Der Bundesrat hat auf Antrag des Bundeslandes Sachsen eine weitere Gesetzesinitiative zur Abrisskündigung beschlossen. Damit Wohnungsunternehmen ihre Wohngebäude schneller leer bekommen, sei dies erforderlich. Mieterbundsdirektor Dr. Franz-Georg Rips warnte hingegen davor, den gesetzlichen Kündigungs- und Mieterschutz von finanziellen Interessen einzelner Wohnungsunternehmen abhängig zu machen.   weiter

Mobiler Dienst: Wenn das Amt zum Bürger kommt ...
In Berlin werden bis September in einem Pilotprojekt "mobile Bürgerämter" getestet. Sachbearbeiter der Bürgerämter in den Testbezirken Spandau und Pankow werden dabei mit so genannten mobilen Endgeräten ausgestattet, die drahtlos mit den Zentralrechnern der Berliner Ämter verbunden werden können. An unterschiedlichen Einsatzorten können die Behördenmitarbeiter so An- oder Abmeldungen vornehmen, Einträge auf Lohnsteuerkarten ändern oder zum Beispiel Führerscheinanträge oder Wohngeldanträge bearbeiten. Das Endgerät besteht im Wesentlichen aus einem Laptop, einem transportablen Drucker und einem Kartenlesegerät.   weiter

Haselhorst: Wohnen, wie es wem gefällt?
Die so genannte Reichsforschungssiedlung in Haselhorst mit ihren 94 Häusern - Anfang der 30er Jahre von Architekten wie Walter Gropius, Stephan Fischer, Paul Emmerich, Fred Forbát und Paul Mebes konzipiert - war das größte Berliner Siedlungsprojekt der Weimarer Republik und das erste Großprojekt der Gewobag, die damals noch Heimag hieß. Seit 2003 saniert die Gewobag das Viertel - nicht immer im Interesse der Mieter.   weiter

Neue EU-Mitgliedsstaaten: Beseitigen Ostzuzügler den Leerstand?
Zum 1. Mai treten zehn Staaten der Europäischen Union bei. Auf Grund umfangreicher Übergangsregelungen wird man davon in Berlin jedoch zunächst wenig merken - auch nicht auf dem Wohnungsmarkt. Spätestens 2011 wird sich das aber ändern.   weiter

Recht

Mieter fragen - MieterMagazin antwortet   weiter

Wegfall der Mietobergrenzen in Sanierungsgebieten: Erneute Mieterhöhung zulässig?
In seiner Entscheidung vom 30. Januar 2004 hat das Oberverwaltungsgericht Berlin festgestellt, dass die von den Bezirksämtern festgelegten pauschalen Mietobergrenzen in Sanierungsgebieten unzulässig sind. Betroffene Mieter befürchten nun erhebliche Mieterhöhungen als Folge dieses Urteils.   weiter

Justitia aktuell
Urteile kurz dargestellt und kommentiert   weiter

Mietrechtliche Mitteilungen
Gerichtliche Entscheidungen im Wortlaut   weiter

intern

Die Seite 3   weiter

Impressum   weiter

Leserbriefe   weiter

Stichwortverzeichnis MieterMagazin 2003   weiter

Veranstaltungs-Tipp: Berliner Energietage   weiter

Neue Bezirksleitungen gewählt, langjährige Mitarbeiter ausgeschieden   weiter

Tagungseinladung: Städtisches Wohnen morgen - Qualitätsoffensive Berlin   weiter

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